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Strom und Kompost aus der Biotonne: Baustart für hochmoderne Bioabfallvergärungsanlage im Landkreis Leipzig

Bernd Beyer, Markus Witztrock (Herhof), André Stascheit (FBU), Henry Graichen, André Albrecht, Heiko Rosenthal

Ab 2022 werden aus dem Bioabfall der Stadt Leipzig und des Landkreises Leipzig die Rohstoffe Biogas und Kompost. Dafür entsteht am Entsorgungsstandort Cröbern in den kommenden Monaten eine hochmoderne Bioabfallvergärungsanlage – die Kompost- und Energieanlage Cröbern (KEA). Der Baubeginn wurde am heutigen Mittwoch mit einer symbolischen Grundsteinlegung begangen.

„Die Verwertung der Bioabfälle wird hier nachhaltig gut umgesetzt“, lobt der Landrat des Landkreises Leipzig Henry Graichen. „Man kann die KEA als Veredelungsanlage bezeichnen, in der keine Abfälle, sondern Wertstoffe verarbeitet werden.“ Man leiste mit der Wertschöpfung im kommunalen Kreislauf einen Beitrag zur Umstellung auf erneuerbare Energien, zudem freuen sich die regionalen Landwirte über die entstandene Komposterde. „Der Entsorgungsstandort Cröbern erfährt eine hohe Akzeptanz im Landkreis. Er hat das Potential sich auch den Zukunftsfragen der Abfallwirtschaft zu stellen“, so Graichen.

Heiko Rosenthal, Bürgermeister und Beigeordneter für Umwelt, Klima, Ordnung und Sport der Stadt Leipzig sowie ZAW-Verbandsvorsitzender, betont, dass die Vergärung der Bioabfälle aus Stadt und Landkreis „ein Vorzeigeprojekt der Klimaregion Leipzig“ sei. Schließlich werden durch das Ersetzen von fossilen Brennstoffen und die Verwertung der Gärreste jährlich rund 7.000 Tonnen klimaschädliche Gase eingespart. „Hier findet echter, aktiver Klimaschutz statt.“

„Am Entsorgungsstandort Cröbern verfügen wir über ein jahrzehntelanges abfallwirtschaftliches Know-how und nutzen die Standortvorteile durch die bereits vorhandene Infrastruktur“, sagt André Albrecht, Geschäftsleiter des ZAW. Und Bernd Beyer, WEV-Geschäftsführer, fügt hinzu: „Die KEA wurde selbstverständlich nach den strengen Anforderungen des Bundesimmissionsschutzgesetzes genehmigt und wird nach neuestem Stand der Technik errichtet. Sie wird von hoch-qualifiziertem Personal betrieben und von Sachverständigen regelmäßig überprüft. Die Biogasproduktion und die geruchsintensive Rotte finden in komplett geschlossenen Systemen statt. Schädliche Umwelteinflüsse werden so zuverlässig ausgeschlossen, Gerüche werden durch Biofilter eliminiert.“

Der ZAW und seine Tochtergesellschaft WEV erfüllen mit der Errichtung einer Vergärungsanlage für die getrennt erfassten Bioabfälle die Forderung der Bun-desregierung nach einer hochwertigen Verwertung. Denn durch die sogenannte Kaskadennutzung – die Vergärung und anschließende Kompostierung – entsteht neben Kompost Biogas, ein Gemisch aus Methan und Kohlendioxid. Aufbereitet und gereinigt kann es fossile Energieträger ersetzen und so zum Klimaschutz beitragen. In der KEA können bis zu 42.000 Tonnen Bioabfall pro Jahr verarbeitet werden. Das gewonnene Biogas wird in zwei neu zu errichtenden BHKWs zu Strom und Wärme umgewandelt. Der Strom wird in das öffentliche Stromnetz eingespeist, die anfallende Wärme zum Betrieb der Vergärungsanlage eingesetzt. Die Gärreste werden kompostiert und finden als Dünger Anwendung. Die Inbetriebnahme soll planmäßig im ersten Quartal 2022 stattfinden. In die Errichtung der Anlage werden bis zu 25 Millionen Euro investiert. Nach einer europaweiten Ausschreibung konnte die Bietergemeinschaft Herhof/FBU das Vergabeverfahren für sich ent-scheiden. Die Firma Herhof verfügt über jahrzehntelange Erfahrungen in der biologischen Abfallbehandlung, FBU ist mit ihrer Leipziger Niederlassung regional tätig.

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